Weihnachtskonzert 2012 - KStA 10.12.2012
 

Chorgesang

Besinnlich bis fetzig, voller Niveau

Erstellt 10.12.2012

 

Solisten und Chor sorgten für einen musikalisch gelungenen Abend, den die Zuhörer in Weihnachtsstimmung versetzte.  Foto: Claudia Große

Mit einem vielseitigen Programm und einer musikalischen Gestaltung auf Höchstniveau bescherte der Männergesangverein (MGV) „Eintracht“ 1879 und der gemischte Chor „Da Capo“ sein Publikum in der Dansweiler Mehrzweckhalle. Von Claudia Grosse

 

Pulheim-Dansweiler. 

Nahezu vollbesetzt war die Dansweiler Mehrzweckhallet, als der Männergesangverein (MGV) „Eintracht“ 1879 und der gemischte Chor „Da Capo“ am Samstagabend zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert eingeladen hatte. Der Weg durch Schneeglätte erwies sich als lohnenswert. Denn das Publikum wurde sowohl mit einem vielseitigem Programm als auch mit einer musikalischen Gestaltung auf Höchstniveau beschert.

Ohne Schwulst

Ob „Es ist ein Ros“ entsprungen“, „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ – da durfte natürlich das allbekannte Weihnachtsliedgut nicht fehlen, dem sich der Männerchor unter seiner Leitung von Matthias Pallandt überaus klangschön hingab. Doch auch die einfachsten Gesänge waren bis ins kleinste Detail erarbeitet, wurden höchst differenziert, ohne jeglichen Schwulst besungen, gingen schlichtweg unter die Haut. Dass da im Vorfeld gut gearbeitet worden war, offenbarte sich umso mehr, als sich der Chor gemeinsam mit seinen Gästen präsentierte. Musikalisch unterstützt wurde die Männerschar von Oh Jin-Joo an der Geige, Song Yun-Min am Cello und Kim Dae-Jun an der Klarinette, allesamt bereits diplomierte oder kurz vorm Diplom stehende Instrumentalsolisten.

Doch allen voran war es die Sopranistin Jung Hye-Min, die den Abend ungeheuer aufwertete. Und die wunderbar mit dem Männerchor harmonierte – sei es in der Volksweise aus dem 17. Jahrhundert „Als ich bei meinen Schafen wacht“, die mit wundersamem Echoklang daherkommt, oder aber in Georg Friedrich Händels „Dank sei Dir Herr“. Mit butterweichem, klarem Sopran, stets sicher und charmant unterstützte sie die Chorgesänge. Zum anderen beglückte sie mit dem einen oder anderen Solowerk die Besucher. So meisterte sie souverän jedwede Koloratur im „Halleluja“ aus der Mozart-Messe „Exultate Jubilate“, erfrischte mit einer Arie aus Händels „Messias“ die Gemüter oder sorgte mit Puccinis „Salve Regina“ für Gänsehaut.

Begleitet wurde sie hierbei am Klavier – überaus sensibel, und auch das wirkte gut geprobt – von Michael Jüttendonk, der dem Chor seit Jahrzehnten zur Seite steht. Da wechselten die Männer dann auch das Genre und warteten im zweiten Teil mit modernen Arrangements der Weihnachtsmusik auf. Zuvor hatte bereits „Da Capo“, der 2002 unter dem Dach des MGV „Eintracht“ gegründete gemischte Chor die Bühne mit weltlichen Klängen erobert. Ebenfalls schön, nicht ganz so differenziert wie die Männer gaben sich die Sänger unter der Leitung von Tae Hye-Min swingenden, jazzigen Rhythmen hin.

Adventlicher Schwank

Den ein oder anderen adventlichen Schwank hatte Heinz Pohl vom Männerchor parat. Mit „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ – dann mit starken Doppelchor sowie der Unterstützung aus dem Publikum – ging ein mal besinnliches, mal fetziges und wirklich niveauvolles Konzert zu Ende.

 


Suchen & Finden


Termine

Keine Termine in dieser Kategorie vorhanden

Zuletzt im Gästebuch

13:48, 30.01.20
Dietmar Frank:
Hallo zusammen! Chapeau, was ihr da auf die Beine gestellt habt. Toll, diese Leistung mit diesem ganz wunderbaren Repertoire. [...]